MIEDUNISZKI WIELKIE GROß MEDUNISCHKEN
    Kr. Gi¿ycko, Gem. Banie Mazurskie
    Kreis Darkehmen (Angerapp)

 

Einige ausgewählte Schlösser und Gutshäuser

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Vorderfassade

Wappenkartusche - zufälliges Symbol vergangener Zeiten
Das ehemalige Landgut befindet sich etwa 35 km nordöstlich von Angerburg (Wêgorzewo), 2 km entfernt von der polnischen Staatsgrenze mit dem Bezirk Königsberg. Es ist eine imposante Anlage, gelegen am Angerapp-Fluss (Wêgorapa). Im gesamten Flussbereich der Angerapp befanden sich mehrere Güter, die im 18. und 19. Jh. im Besitz der 1789 in den Adelsstand erhobenen Familie Farenheid waren. Darunter befand sich auch Kleinangerapp, das heutige Rapa, mit dem Herrenhaus aus dem 18.Jh. Von dieser Gutsanlage sieht man heute nur noch das 1811 errichtete berühmte Farenheid-Mausoleum in Form einer fast 10 m hohen Pyramide, die auf der Achse der Parkallee situiert war. Seit Mitte des 19. Jh. war Gut Kleinangerapp schon im Besitz der Familie Schmidt von Altenstadt.
 

 

 


Anlageplan vor 1945.

Vorderfassade, Ansicht vom Westen her
Am berühmtesten war der Stammsitz der Familie Farenheid in Klein Beynuhnen (heute im russischen Bereich), etwa 13 km nordwestlich von Kleinangerapp. Mitte des 19.Jh. ließ Fritz von Farenheid (1815-1888 ), nach einem Projekt von Albert Wolff, hier ein beschauliches spätklassizistisches Schloss erbauen, das wertvolle Sammlungen antiker und neuzeitlicher Kunst barg.Schöne Gartenarchitektur und Skulpturen zierten den groß angelegten Schlosspark. Laut testamentarischer Verfügung waren sowohl das Schloss als auch der Park geöffnet für Besucher.

Infolge des Krieges verzehrte 1945 ein Brand diesen Bau. Die Mauerreste wurden abgetragen. Die Kunstgegenstände sind spurlos verschwunden.
Aus dem Geschlecht der Farenheids von Beynuhnen stammte die Erbin von Groß Medunischken, Anna von Bujack. Sie heiratete Mitte des 19. Jh. Eduard Schmidt von Altenstadt. Seit dieser Heirat bis zum Jahr 1945 blieb das Gut im Besitz der Schmidts von Altenstadt.
Das erste Gutshaus, ein roter Backsteinbau, verbrannte während des 1.Weltkrieges.

 

 

 

Unglücklicherweise verzehrte im Jahr 1922 wieder ein Brand das große,1920 erbaute, neubarocke Herrenhaus, das jedoch schon bald nach ursprünlichen Plänen wieder aufgebaut wurde. Der jetzige Bau stammt also aus den Jahren 1920-1922. Das eingeschossige Gebäude mit zweigeschossigen Mittelrisaliten an den Längsseiten, trägt ein hohes Mansarddach. An der Gartenseite befindet sich ein von vier ionischen Säulen gestützter großer Balkon, ursprünglich war hier ein Vorbau mit geschlossenen Wänden. Der etwas niedrigere Anbau an der Südwestwand wurde dem Gesamtstil angepasst.

Die heute verfallenen Wirtschaftsgebäude lassen immer noch die imposante Backsteinarchitektur mit neugotischem Dekor erkennen. Überbleibsel der einst schön komponierten Parkanlage mit der seltenen Rundallee und großen Gartenparterre, sind noch einige Prachtexemplare des alten Baumbestands.Nach 1945 hatte man hier ein staatliches Gut gegründet. Nach der Auflösung verfiel das leer stehende Haus immer mehr. 1997 kam es in Privatbesitz. Der seit 2001 neue Eigentümer plant, hier eine Privatpension einzurichten.


Gartenseite