Powrót do strony g³ównej
Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec, Miros³aw Garniec
Burgen im Deutschordensstaat Preußen
Pomesanien, Oberland, Ermland, Masuren
   
Wybrane zamki Fotografie Gemalte Burgrekonstruktionen Recenzje

Bestellung


Auf den Ferienrouten

Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec, Miros³aw Garniec,
Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach. Powi¶³e, Warmia, Mazury
[Burgen im Deutschordensstaat Preußen. Pomesanien, Oberland, Ermland, Masuren]

Lektor, Tygodnik Powszechny, 12.08.2007


Denjenigen, die eine Wanderung auf den Spuren der Ordensritter unternehmen möchten, empfehle ich die Lektüre dieses Buches. Den Band mit in den Rucksack zu nehmen ist zwar etwas umständlich, da er viel wiegt, doch ist dieses sein einziger Nachteil, dafür gewährte das schwere Kreidepapier eine ausgezeichnete Qualität der Illustrationen. Burgen wie die in Malbork/Marienburg, Olsztyn/Allenstein oder Nidzica/Neidenburg, renoviert und für Besucher geöffnet sind den Touristen wohl bekannt - und sind dennoch nur Fragment, wenn auch ein wichtiges, einer längeren Erzählung. In dem Buch, das nicht das gesamte Gebiet des Ordensstaates in seiner Blütezeit umfasst, finden wir trotzdem 46 Stichworte. Das dichte Netz der Festungen entstand auf Grund der Verwaltungseinteilung der vom Deutschen Orden eroberten Gebiete. Allmählich bildeten sich einzelne Burgentypen heraus, die den einzelnen Verwaltungsstufen entsprachen.

"Der erste Typ, - schreibt Miros³aw Garniec - die wichtigste und mächtigste Burg, Sitz des Komturs und des Klosterkonvents, stützt sich auf einem am Ende des 13. Jahrhunderts erarbeiteten Modell." Der Einfluss der Konventsburgen ist auch in solchen Bischofssitzen wie Lidzbark Warmiñski/Heilsberg und Kwidzyn/Marienwerder sichtbar. Den zweiten Typ bilden "Burgen der den Komturen unterliegenden Verwaltungsbeamten - Vogte, der im Rang ihnen nachstehenden Pfleger und der rangjüngsten Amtmänner. Das architektonische Programm dieser Festungen - die jedoch keine Klostersitze waren - entsprach der Position des Amtes in der Staatshierarchie.

Die Geschichte des Deutschen Ordens und seines Staats in Preußen stellt in seiner Einführung Historiker, Dr, Janusz Trupinda dar. Über die Architektur der Burgen wie auch ihre, nicht nur verteidigende, Funktion schreibt Prof. Marian Arszyñski, und über die Typen der Burgen - Miros³aw Garniec. "Die Gruppe der preußischen Ordensburgen als Gesamterscheinung charakterisiert, vor dem allgemeineuropäischen Hintergrund, nicht nur eine ungewöhnliche Formeinheit sondern auch Originalität" - bemerkt Prof. Arszyñski.

Den Kern des Bandes bilden alphabetisch geordnete Kapitel zu den einzelnen Burgen. Nicht alle sehen heute so imposant aus wie die früher erwähnte Malbork oder die in Reszel/Rössel. Einige blieben nur in Fragmenten erhalten, von anderen - die manchmal noch zur Zeit des Dreizehnjährigen Krieges zerstört wurden, wie die Burg in Garbno/Lamgarben - verblieb keine Spur. Die letzten sind nur auf Grund der archäologischen Untersuchungen aufzufinden. Von der 1454 durch die Stadtbürger abgerissenen Komturenburg in Elbl±g/Elbing erhielt sich nur... die Mälzerei. Die Wachburg in Bez³awki/Bäslack wurde im 16. Jahrhundert für eine Kirche adaptiert. Auf den mittelalterlichen Kellern einer Jagdburg in Jeg³awki/Jäglack errichtete man im 19. Jahrhundert ein neogotisches Schloss. Die prachtvolle Burg des Pomesaner Kapitels in Szymbark/Schönberg war bis 1945 bewohnt und überdauerte die Kriegshandlungen, doch wurde im April 1945 in Brand gesetzt und zwei Jahre später teilweise in die Luft gesprengt, so dass sie heute lediglich eine malerische Ruine darstellt...

Das ursprüngliche Aussehen der Bauten muss daher mühselig rekonstruiert werden. Um dieses den Lesern zu veranschaulichen, reproduzieren die Autoren nicht nur die alten Stiche, sondern bedienen sich ebenso speziell für sie hergestellter, gemalter und gezeichneter Rekonstruktionen. Die letzten wurden zu den beinahe wie mittelalterliche Altargemälde aussehenden Landschaften stilisiert. Natürlich findet man im Buch auch jede Menge von zeitgenössischen, sehr schönen und vorzüglich reproduzierten Fotografien.

"Die Burgen..." ist das zweite Werk dieses Autorenpaares. Erstes, die "Schlösser und Gutshäuser im ehemaligen Ostpreußen", stieß auf sehr guten Empfang, sowohl von Seiten der Fachleute (es wurde vom verstorbenen Tadeusz Chrzanowski sehr gelobt) wie auch der Leser; der Band wurde auch ins Deutsche übertragen. Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec ist Kunsthistorikerin, Miros³aw Garniec absolvierte den Fach Malerei an der Universität in Toruñ/Thorn, beschäftigt sich mit der Fotografie und Grafikprojekten. Die Eheleute Garniec publizieren ihre Bücher im eigenen Verlag. Ihr nächstes Vorhaben ist ein Buch über die Sakralarchitektur. Es bleibt nichts weiter übrig, als ihnen Daumen zu drücken!

 (Arta-Verlag, Olsztyn 2007, 448 Seiten. Gemalte und gezeichnete Rekonstruktionen der Burgen: Bo¿ena Januszewska, Katarzyna Wolska.)

Lektor




Auf den Spuren des Deutschen Ordens

Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec, Miros³aw Garniec,
Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach, [Burgen im Deutschordensstaat Preußen]
Arta-Verlag, Olsztyn 2006, 446 Seiten

Piotr Sarzyñski, Polityka 17.03.2007


Als ich vor 6 Jahren auf den Seiten von "Polityka" den Führer über Schlösser und Gutshäuser des ehemaligen Ostpreußens rezensierte, überlegte ich, was dessen Autoren wohl als nächstes ausdenken. Denn, bei meiner Kenntnis ihre Begeisterung und Ausdauer war ich schon sicher, dass irgendeine Fortsetzung kommen muss. Und also gelangte vor kurzer Zeit an die Büchereien eine weitere Publikation der Enthusiasten aus Olsztyn/Allenstein. Das Thema ihrer Arbeit sind diesmal Burgen des Deutschen Ordens. Im selbstveröffentlichten Band versammelten sie das ganze zugängliche Wissen über die ehemaligen Ordensfestungen, die sich auf den heutigen polnischen Gebieten befinden: von den sehr gut erhaltenen und massenweise besuchten Burgen (Malbork/Marienburg, Kwidzyn/Marienwerder, Lidzbark Warmiñski/Heilsberg) über kleinere und weniger bekannte (Barciany/Barten, Bez³awki/Bäslack), bis zu den einmal mächtigen, von denen heute nicht mal ein Stein auf dem anderen liegen blieb (Bartoszyce/Bartenstein, Okartowo/Eckersberg). Insgesamt ist die Rede von 46 Bauten, von Sztum/Sthum über Nidzica/Neidenburg bis E³k/Lyck.

Die Autoren erzählen interessant von ihrer Entstehung, von der Rolle, die sie in der Vergangenheit spielten, spüren Dokumente und interessante Einzelheiten ihrer Geschichte auf. Aus den Schilderungen einzelner Orte bauen sie eine große Geschichte des bis heute spannenden Schicksals der Rittermönche zusammen.

Die Publikation erfüllt mehrere Aufgaben. Im Winter kann sie wunderbar als ein Album zum Durchschauen im gemütlichen Zuhause dienen (über 500 Illustrationen). Im Sommer - als ein in die Tasche oder einen Rucksack eingesteckter, phantastischer Reiseführer über das nord-östliche Polen. Und über das ganze Jahr, unabhängig von dem Wetter, als eine anziehende populärwissenschaftliche Lektüre für all diese, die fürs Wandern auf Spuren der Geschichte polnischer Gebiete begeistert sind.

Piotr Sarzyñski




Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach.
Burgen im Deutschordensstaat Preußen. Pomesanien, Oberland, Ermland, Masuren


Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec, Mirosiaw Garniec,
Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach. Powi¶³e, Warmia, Mazury

Marek Barañski, Gazeta Olsztyñska, 27.07.2007

Das neueste Buch von Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec und Miros³aw Garniec soll jeder Liebhaber der Region kennen lernen. Als hierher kommender Tourist kann er mit seiner Hilfe die Reiseroute planen. Den Regierenden und Behörden aller Ebenen ist dessen Lektüre besonders zu empfehlen. Der beinahe fünfhundertseitige Band enthält doppelt so viel Fotografien, und weiter gemalte Rekonstruktionen gotischer Burgen, Grund- und Aufrisse, Zeichnungen und Karten. Der eigentliche Teil des Buchs wird von den Artikeln bekannter Wissenschaftler, Prof. Marian Arszyñski und Dr. Janusz Trupinda, über die Deutschordenritter und ihre Architektur eingeleitet. Zum Gelingen der riesigen Arbeit brachten auch allensteiner Druckereien bei: Energopol, die das Buch gedruckt und OZGraf, die es gebunden hatte
.
Autorin der Texte über die Burgen ist Ma³gorzata Jackiewicz-Garniec. Sie absolvierte Museologie und Denkmalpflege an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruñ/Thorn, der meist fortgeschrittener Hochschule Polens in Sachen des preußischen Kulturerbes. Diese gründliche Ausbildung merkt man am von ihr geschriebenen Text. Jackiewicz-Garniec verbindet ihre Kompetenzen im Bereich der Kunstgeschichte und Architektur mit dem Erzählertalent. Die Autorin behandelt zwar in erster Reihe die Architektur, vergisst aber auch nicht, die literarische "Ergänzung" der Geschichte preußischer Festungen einzufügen (Beschreibung von Szczytno/Ortelsburg aus den "Kreuzrittern" von Henryk Sienkiewicz). Sie erinnert daran, dass die Burg in E³k/Lyck auf den Seiten des ins polnische übersetzten "Heimatmuseums" von Siegfried Lenz, des dort 1926 geborenen deutschen Schriftstellers zu finden ist. Die Autorin malt mit Worten die Schönheit der Ordensburgen und ihre prächtige Ergänzung sind die in unterschiedlichen Jahreszeiten aufgenommenen Fotografien von Miros³aw Garniec.

Die Verfasser dieses schönen Buchalbums vermitteln an uns ein entideologisiertes Bild der vom Deutschen Ordens geschaffenen materiellen Kultur. Die unheilbringende Rolle der Kreuzritter in der Geschichte des polnischen Landes ist uns allen bekannt, doch gehört ihr materielles Schaffen in Gestalt der Burgen zur europäischen Kulturerbschaft, das für nachkommende Generationen zu schützen, unsere Pflicht ist.
Die Autoren vermeiden keine schweren Themen wie z.B. das Verfallen einiger Burgen in den letzten Jahren, wo sie bereits in privaten Besitz gelangten. Eine Ruine ist die prachtvolle Burg in Szymbark/Schönberg, eine der schönsten im Buch beschriebenen Burganlagen. Zugrunde geht die Burg in Pieniê¿no/Mehlsack. Unbenutzt und verwahrlost steht die Burg in Gi¿ycko/Lötzen. Es gibt aber auch durchaus positive Beispiele, wie die mit Erfolg auf der Burg Dzia³dowo/Soldau geführten Renovierungsarbeiten oder die Renovierung der Burg in Ryn/Rhein.

Das Buch "Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach" ist ein glücklicher Kompromiss zwischen einer wissenschaftlichen Arbeit und populären Monographie. Mir fehlt zwar an ihr ein Namen- und Ortregister, doch die Leistung der Eheleute Garniec betrachte ich im Ganzen mit wahrer Achtung.

Marek Barañski



Zamki pañstwa krzy¿ackiego w dawnych Prusach | Pa³ace i dwory dawnych Prus Wschodnich / Schlösser und Gutshäuser im ehemaligen Ostpreußen
 Weitere Buchinformationen             Die Autoren            Kontakt